Unser Hofft kommt oft. Laura-chans Bilderblog




  Startseite
  Über...
  Archiv
  Maler
  Nutzlos
  Musik
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 







http://myblog.de/laura-chan

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Endlich - Klippen der Herzen!!!

Soo, Leute, hier geht's endlich weiter!! =) Viel Spaß mit Kapitel 9, geschrieben von Rebecca.
------
„Mein Glück kennt wirklich keine Grenzen, mein lieber Duke … mir fehlen die Worte“, dachte Eleonore ungläubig und sogleich erfreut, während sie Edward aus ihren großen Augen anblickte. Ein beinahe unsichtbares Lächeln, das ihr Antlitz zum Strahlen brachte wie die Sonne eines klaren und frischen Wintermorgens, legte sich auf ihre sinnlichen Gesichtszüge.

In der Ferne hörte sie den Ruf einer Lärche, der Eleonore augenblicklich in die Realität zurückbrachte.

Sofort wurde dieser ihre Entgleisung im diesem kritischen Moment des Wiedersehens bewusst. Ihre Miene wurde augenblicklich ernst und oberflächlich, sie straffte ihre Haltung. Sie musste ihre Zuneigung zu diesem Mann überspielen; vortäuschen sie kenne ihn nicht; schauspielern sie liebe ihn nicht, Lügen, alles …. nur dufte Duke Nigel nichts bemerken.

Sie richtete ihren Blick auf den zornentbrannten Nigel, der Edward nun böse anfunkelte und jeden Moment zu explodieren drohte.

„Mein werter Duke…“, begann Eleonore, nach den richtigen Worten suchend, „ Es wäre mir eine Freunde, wenn ihr mir nun auch den letzten eurer Bediensteten vorstellen würdet, oder wollt ihr mir diese Bekanntschaft vorenthalten?“ Sie sprach gewissenhaft mit der sanftesten Stimme, die sie auf die Schnelle hervorzaubern konnte. Sie fixierte den Duke mit ihrem fesselnden Blick und zwang ihn damit den seinen von Edward zu lösen. Seine Miene veränderte sich, sobald er in ihre tiefgrünen Augen blickte, deren Wirkung sich Eleonore durchaus bewusst war und die bisher nie versagt hatte.
„Nun mein lieber Nigel…“, sprach sie mit einem bezaubernden gekünstelten Lächeln auf den Lippen.

„Lady Eleonore, ich möchte euch mit Marshall, meinem Stallknecht, bekannt machen….“. Duke Nigel sprach wie in Trance, seinen Ärger bekämpfend, während er Eleonore von oben nach unten musterte, und langsam wohlwollend lächelte. „ Er sorgt unter meiner Aufsicht für meine prachtvollen Tiere, die ich auf Honeywell selbst züchte und zu mehr als passablen Preisen an die einflussreichsten Männer Englands verkaufe.“ Eleonore atmete unhörbar auf, nun konnte sie endlich das Wort an Edward richten.

„ Sie haben wundervolle Hengste“, brachte Eleonore erleichtert hervor, ohne ihren Blick von Edward abzuwenden.

Dieser starrte sie wie im Bann eines unlösbaren Zaubers an, seine dunkelbraunen Haare wehten wild vom frischen Luftstrom des offen gelassenen schweren Holztors um sein markantes Gesicht. Seine vollen Lippen wagten kaum sich zu rühren, geschweige denn wagten sich seine unendlich blauen Augen zu blinzeln, aus Angst, dieses göttliche Trugbild könnte sich auflösen, wie der Traum sie am vergangenen Abend wieder zu sehen. Er erinnerte sich an die Ängste, die er ausgestanden hatte, da sie nicht erschienen war…. „Nur der Tod kann mich davon abhalten euch wieder zu sehen…..“, hallte der süße Klang ihrer Stimme in seinen Ohren. Er konnte sein Glück über ihre Anwesenheit nur mit Mühe verbergen.
Auch Eleonore bemühte sich mit aller Kraft sich nicht den Drang hinzugeben, sich in dem unendlichen Blau seiner Augen zu verlieren, wie in einer Nacht der der Schein der Sterne nicht vergönnt ist.

Duke Nigel fuhr abrupt herum „Es ist wirklich unglaublich! Was muss ich eigentlich alles erdulden? Ich bin der Herr dieses Anwesens und lasse mir von meinen Bediensteten auf der Nase herumtanzen! Wieso seid Ihr nicht bei der Vorstellung des Personals erschienen, wie ich es Euch aufgetragen hatte?“

Eleonore erwachte aus ihrer Trance und erkannte eine der Dienstmägde, die Nigel ihr noch zuvor bei ihrer Ankunft vorgestellt hatte. Sie wirkte verstört und sah abwechselnd beschämt vom Boden zu Duke Nigel. Ihre blond gelockten Haare waren unter einer sittsamen Haube zusammengebunden, während einige Locken unbezähmt ihr hübsches Gesicht umspielten.

„ Margaret, wie oft muss ich es dir noch sagen…. ich will nicht gestört werden, wenn ich wichtige Gäste auf meinem Gut herumführe!“, knurrte Nigel, der sich ihrer Anwesenheit gewahr wurde.

„ Mein Herr…“, erwiderte sie mit tränenschwerer Stimme, „ Es war ganz gewiss nicht meine Absicht euch zu verärgern, aber eure Tante hat mich angewiesen euch aufzusuchen, es geht um eine unaufschiebbare Angelegenheit….“
„Worum geht es denn?“ erwiderte er mit unübersehbarem plötzlichem Interesse. Desdemona verlangte nur nach ihm wenn es sich um elementare Angelegenheiten handelte.

„ Es trifft mich sehr, Euch enttäuschen zu müssen, aber Lady Desdemona, empfand es nicht für angebracht, mich über diese Sache zu informieren, sie möchte mit Euch persönlich sprechen...“, erwiderte Margaret nervös, sie blickte Duke Nigel hoffnungsvoll an, er möge sie doch nur eines Blickes würdigen, damit sie erkennen konnte, ob er mit ihrer Aussage einverstanden war.

„ Lady Eleonore….. „ sprach er vorsichtig nach einiger Zeit des Überlegens, „ So gerne ich euch persönlich die Stallungen und die Pferde, die anscheinend eure Begeisterung geweckt haben zeigen möchte, ist es mir doch unmöglich, den Wunsch meiner Tante Desdemona abzuschlagen. Sie ist eine sehr weise Frau und würde mich euch nicht entreißen, meine Liebe, handelte es sich nicht um eine Angelegenheit von äußerster Wichtigkeit. …. Es handelt sich sicherlich um einige Schwierigkeiten bei der Planung unserer morgigen Hochzeit“, fügte er rasch hinzu, „Ich hoffe ihr seid gewillt mit der Gesellschaft meines Stallknechts vorlieb zu nehmen….“ Er wandte sich in Edwards Richtung. “Du wirst meine zukünftige Gemahlin, herumführen und ihr alles erklären, was sie wissen möchte, ist das klar? Ich möchte, dass ihr Euch ihrer mit besonderer Weise annehmt, sie ist etwas Besonderes“, wobei er sich an Eleonore wandte und ihr ein hämisches Lächeln schenkte, bei dem Eleonores Magen das Gefühl hatte als würde sie in tausend Meter Tiefe stürzen.

„Lieber Duke….“, überspielte Eleonore ihr plötzliches Gefühl von Übelkeit, “Ich entlasse Euch mit dem Wissen, dass euer Ausbleiben auf einer wichtigen Angelegenheit beruht, die uns beide gleichermaßen betrifft. Es liegt mir genauso am Herzen wie euch, dass unsere Hochzeit am morgigen Tag eine unvergessliche wird. Daher kann ich euch guten Gewissens entlassen. Ich bin sicher, Euer Knecht wird mich zufrieden stellen. Wie Ihr bereits sagtet, kennt er sich mit der Fürsorge um eure Hengste gut aus und wird mir sein Wissen übermitteln, da ich doch zugeben muss, das dieses mein Interesse geweckt hat….“

„ Dann bin ich beruhigt“, sagte Nigel ohne den Anflug einer Emotion. An Edward gewand ergänzte er:“ Ich möchte nachher keine Klagen hören, du hast mich heute bereits enttäuscht, ich hoffe, du hast daraus gelernt. Du solltest mich nie mehr enttäuschen“, fügte er gefährlich hinzu. Er verbeugte sich vor Eleonore, gab ihr einem Handkuss, was in ihr erneuten Ekel auskeimen ließ. Darauf verließ Nigel die Stallungen, gefolgt von der eingeschüchterten Margaret, die ihren Herrn immer noch beinahe sehnsüchtig ansah.


Eleonore vernahm nur noch das dumpfe Knarren des Holztores, ehe sie eilig auf Edward zustürmte und sich sachte in seine starken Arme sinken ließ. Sie spürte die Wärme, die von ihm ausging und nun langsam auf sie überströmte.

„Ich dachte, ich würde Euch nie wieder sehen…..“, sagte er leise mit schwerer Stimme, „Ich weiß nicht wie ich das Gefühl in meinem Innern beschreiben soll…ich bin so glücklich…. und unendlich traurig zugleich…“
Er löste sich aus ihrer festen Umarmung, nahm ihre Hände in seine und sah sie voll Sorge an.
„Ihr seid die Verlobte von Duke Nigel, meinem Herrn… ich traute mich eben kaum Euch anzusehen, aus Angst der Duke könne aus meinem Blick meine wahren Gefühle für euch erkennen, dennoch war es mir ebenso wenig möglich meinen Blick von Euch zu lösen…...“ Eleonore wusste nichts zu erwidern, dennoch holte sie tief Luft. “Duke Nigel ist ein Mann von unendlicher Boshaftigkeit und Kälte. Ich glaube kaum, dass er einen Blick der Liebe deuten, geschweige denn verstehen könnte…“
„Aber er ist auch ein Mann voller Habgier, Begierde und Eifersucht. Er wird Euch, meine Liebe, als sein Eigentum betrachten und tut es bereits.“
„Ich werde ihm niemals gänzlich gehören, denn Euch gehört mein Herz.“

Er zog sie nahe an sich heran, sodass Eleonore ein Schauer überlief, wie ein warmer Regen im Sommer. Ein wärmendes Gefühl des Glücks breitete sich in ihr aus. In diesem Augenblick wusste sie, dass alle Worte des Zweifels, die gesprochen wurden, überflüssig waren, das einzige was zählte, waren ihre Gefühlen zu dem Mann, der ihr gegenüberstand. Sie küssten sich voller Angst, ihr geheimes Glück könnte plötzlich gestört werden. Aus einem spontanen Gefühl heraus, schob Eleonore ihn von sich.

„Edward, ich bin verzweifelt, sagt mir, wie ich mich Euch gegenüber verhalten soll….ich werde bald die Gemahlin von…..“ Sie vermochte nicht den Namen des Dukes auszusprechen, ihre liebliche Stimme verstummte vollkommen.

„Ich denke es bleibt Euch nichts anderes übrig als mich zu vergessen….“, er senkte seinen Kopf, „Ich kann es nicht verantworten, dass ihr Euch meinetwegen ins Gerede und damit in die größte Gefahr begebt…“
„Eure Worte sind sehr ehrenhaft und ritterlich….Ich empfinde für niemanden auf der Welt, wie ich für Euch empfinde, versteht Ihr, Edward? Jedoch... Ich muss meinen Weg gehen, so tragisch er auch sein mag... Duke Nigel wird mir keine Chance lassen, meinem Schicksal zu entgehen, dessen Bürde ich allein auf meinen Schultern zu tragen habe...“ Sie sah Edward verzweifelt ins Antlitz, ihr Gesicht von ihrer Verzweiflung gezeichnet. Sie brachte die Worte kaum über ihre zitternden Lippen.

„Ich werde Duke Nigels Frau werden!“
7.1.07 20:43


Schon wieder KdH!!! =)

So, Laura war fleißig, sie hat das 10. Kapitel geschrieben, in dem gar Haarsträubendes passiert - doch lest selbst.

-------

Eleonore atmete schwer ein. Sie besah ihr eigenes Spiegelbild, als ob es ein lächerlicher, gar irrwitziger Traum sei. Dort stand sie, herausgeputzt für ihre Hochzeit, in einem Brautkleid, das allen Gästen den Atem verschlagen würde - langer, wallender Satin schmiegte sich um ihren wohlgeformten Körper, über und über war die schöne Rothaarige mit Spitze, Borten und Perlen geschmückt. In ihr weiches Haar, das ihr die Magd Margaret zu einem wunderschönen Knoten hochgesteckt hatte, waren weiße Rosen geflochten, die den Brautschleier und ihr Gesicht umrahmten wie ein kostbarer Goldrahmen um das Meisterwerk eines Künstlers.
Natürlich hatte sie, schon als kleines Mädchen, stets von einer Hochzeit geträumt, doch die Aussicht auf ein Eheleben mit Duke Nigel verwandelte alles in einen grotesken Alptraum. Ihre kindlichen Vorstellungen voller Romantik hatten nichts mit ihrer jetzigen Situation gemein. Eleonore schritt näher zum Spiegel heran, legte ihre weiß behandschuhte Hand auf ihr Abbild. Plötzlich schlug sie ihre Faust auf den Rahmen des Spiegels und krümmte sich vor Verzweiflung, Tränen rannen ihr übers Gesicht. „Wieso kann ich nicht einfach aufwachen aus diesem elenden Alptraum?!“, schrie sie, krank vor Hilflosigkeit.
Es klopfte zaghaft an die Tür des Ankleidezimmers. Erschrocken fuhr Eleonore herum, voller Angst, man hätte ihren Ausbruch bemerken können. Hastig wischte sie sich die Tränen aus den Augen, deren Glanz den der Perlen auf ihrem Kleid noch weit übertraf, und rief mit erstickter Stimme: „Herein!“

Es war Margaret. Nach einem verschüchterten Knicks sagte sie: „Gnädige Frau, die Zeremonie kann nun beginnen. Euer Vater erwartet Euch bereits in der Halle, um Euch zur Kapelle zu geleiten.“ „Richtet ihm aus, ich komme sofort!“ Margaret nickte und ging schnellen Schrittes fort, um Eleonores Anweisung zu folgen. Die Lady verharrte noch einen Augenblick in ihrem Zimmer, atmete ein, streckte sich und ergriff den Brautstrauß, der neben dem Spiegel lag. Die weißen Rosen, die Eleonore immer so geliebt hatte, boten ihr in diesem Augenblick keinen Trost. Die Schönheit der edlen Blumen war Eleonore gleichgültig, sie wünschte sich nur eines: Vor dieser Hochzeit zu flüchten, um sich in Edwards starken Armen niederzulassen. Der Ruf eines Raben erinnerte Eleonore jedoch daran, dass dies wohl eine Illusion bleiben würde - ein weiterer kindischer Wunschtraum. Schwarz wie das Gefieder des unheilvollen Raben war Eleonores Stimmung, als sie aus dem Zimmer trat.
Doch sobald der Blick einiger eifrig beschäftigter Bediensteter auf sie fiel, erinnerte sich Eleonore, dass sie gutes Benehmen an Stelle von düsterer Verzweiflung zeigen musste, und so zwang sie sich zu einem verkrampften Lächeln. Die Augen der Umstehenden waren aber so von dem Inbegriff der Schönheit fasziniert, den Eleonore in ihrem wunderbaren Kleid verkörperte, dass sie die vorgeheuchelte Freude in ihrem Gesicht überhaupt nicht bemerkten.
Als Eleonore die Treppe zur großen Eingangshalle herunterschritt, erblickte sie ihren Vater, der sie bereits mit ausgebreiteten Armen empfing. Überglücklich umarmte er seine geliebte Tochter. Seine Freude hatte nichts Unaufrichtiges - er freute sich wahrhaftig, dass sein Kind den, so glaubte er, schönsten Tag ihres Lebens vor sich hatte. „Mein Täubchen, Eleonore... „, glitzernde Tränen standen ihm in den Augen, „Ich bin ja so glücklich! Du siehst einfach wundervoll aus! Ich bin der stolzeste Vater auf der ganzen Welt, und ganz besonders heute! Es ist mir eine Ehre, dich zur Tochter zu haben!“ Er nahm tief Luft und sagte dann bedeutungsvoll: „ Wohlan denn, lass uns zur Kapelle gehen. Alle warten nur noch auf die wunderschöne Braut.“
Da Eleonores Kehle wie zugeschnürt war, nickte sie nur, ihr Lächeln wahrend, und hakte sich bei ihrem Vater ein. Zusammen gingen sie zum großen Portal aus Eichenholz, das Sir Henry mit Leichtigkeit aufstieß.
Draußen, im strahlenden Sonnenschein, sah Eleonore das gesamte Personal des Anwesens, das den Weg zur Kapelle auf einem Hügel nahe des Hauptgebäudes säumte. Edward konnte Eleonore selbstverständlich nicht entdecken, auch wenn sie mit einem letzten Rest der Hoffnung nach ihm Ausschau hielt. Doch vergebens, er war in der fröhlichen Menge nicht zu finden, genau so wenig wie Margaret, wie Eleonore scharfsinnig feststellte.
Alles war mit bunten Blumen und Wimpeln geschmückt, die jubelnde Gesellschaft war ein Ausdruck purer Freude und Festlichkeit. Doch just als die Lady ihren zierlichen Fuß über die Schwelle hob, um aus dem Gebäude herauszutreten, schoben sich dunkle Wolken vor die Sonne. Der guten Laune der Bediensteten war das nicht abträglich, aber für Eleonore war es ein sicheres Zeichen, das dies ein rabenschwarzer Tag in ihrem Leben würde, der schwärzeste von allen.
Geführt von ihrem Vater näherte sie sich langsam der Kapelle, ihre Beine fühlten sie sich an, als seien sie aus Blei, als wollten sie Eleonore zu Boden ziehen und so davon abhalten, den größten Verrat an sich selbst und an der Liebe zu begehen.


Sir Henry stieß die Eingangstür der Kapelle schwungvoll auf. Die Orgel begann zu spielen, und alle Köpfe drehten sich erwartungsvoll herum. Ein bewunderndes Raunen ging durch den Raum, das einzig und allein der Schönheit Eleonores Kleid galt. Der gesamte Adel des südlichen Englands schien gekommen zu sein. Niemand wollte sich dieses gesellschaftliche Ereignis entgehen lassen. Für all diese namenlosen, herausgeputzten Gesichter war dieser Tag nur eine willkommene Abwechslung des täglichen Trotts, dessen war sich Eleonore bewusst. Sie konnten nicht ahnen, welch schreckliche Bedeutung dieser Tag für die schöne Lady aus Cornwall hatte.
Vor dem Altar stand bereits Nigel, mit einem selbstzufriedenen Grinsen auf dem Gesicht. In seinen Augen tanzte das Spiegelbild der schimmernden Perlen auf dem Kleid seiner zukünftigen Frau. Nur noch wenige Augenblicke, und sie würde ihm gehören...
Eleonore bemerkte seinen lüsternen Blick sofort und senkte den Kopf, als sie, immer langsamer werdend, zum Altar schritt. Die Gesellschaft erhob sich von ihren Plätzen, Elenonore merkte, wie sich der Arm ihres Vaters von ihrem löste. Die Zeremonie begann.

Wie in Trance erlebte Eleonore die heilige Messe. Die Worte des alten Priesters hallten ohne jeden Sinn in ihrem Kopf wieder, schon eine Sekunde, nachdem sie sie gehört hatte, konnte sie sich nicht mehr daran erinnern. Doch plötzlich vernahm sie die Phrase: „.. so antworte mit: ‚Ja, in Gottes Namen‘“. Sie schreckte auf und blickte direkt in das erwartungsvolle Gesicht des Priesters. Der alte Mann zog forsch die Augenbrauen nach oben und blickte weiter zu Nigel, der hingegen Eleonore gespannt anstarrte. Zwischen den beiden Gesichtern hin- und hergerissen wurde sich die Schöne bewusst, was nun von ihr erwartet wurde. Es herrschte absolute Stille in der Kapelle, niemand wagte sich zu bewegen. Ein kalter Schauer lief Eleonore wie klirrendes Eis über den Rücken. Da sie wusste, dass sie keine andere Wahl hatte als sich in ihr Schicksal zu fügen, antwortete sie mit einer Stimme, die mehr einem Krächzen gleichkam:

„Ja, in Gottes Namen.“

Sogleich richtete sie ihren Blick zu Boden, sie konnte nicht recht realisieren, welche Worte aus ihrem Mund kamen wie aus dem einer vollkommen fremden Person.

Der Priester lächelte selig und raunte zu Nigel: „Ihr dürft die Braut nun küssen.“ Als ob Nigel die ganze Zeit nur auf diese Erlaubnis gewartet hätte, bewegte er seinen vor Aufregung schwitzenden Körper an die gertenschlanke Eleonore und hob ihr Kinn mit seinem Zeige- und Mittelfinger. Geräuschvoll ausatmend packte er seine Frau an den Schultern und presste seine dünnen Lippen auf ihren vollen, roten Mund. Eleonore musste mit dem Bewusstsein kämpfen, doch sie konnte es die endlos scheinenden Sekunden lang bewahren, in denen Nigels Körper so nah an ihrem war.

Die Augen noch geschlossen, entfernte Nigel sein Gesicht einige Zentimeter, er atmete wie im Fieber. Dann ergriff er ihren Arm und marschierte mit ihr den Mittelgang der Kapelle entlang. Er nahm ein Bad in der jubelnden Menge, die ihm und seiner wunderschönen Braut gratulierte.
Eleonores Ohren waren jedoch wie taub für all diese Beglückwünschungen. Sie vernahm einzig und allein das verheißungsvolle Krächzen des schwarzen Raben, der von draußen rief, dort, wo nun das Festmahl stattfinden sollte. Eleonore würde keinen Bissen herunterbekommen, der Kuss Nigels hatte sie in tiefsten Ekel versetzt.



An die bevorstehende Hochzeitsnacht wollte die junge Braut noch gar nicht denken.

------

Ich möchte an dieser Stelle nochmals an den tollen mailservice erinnern, ihr wisst schon, für das schlimme 11. Kapitel mit der hochzeitsnacht! Wer's lesen will, bitte Mail schreiben (außer dir, Uli!)
7.1.07 22:00


Hab ein KdH-Banner entworfen... das ist aber nur provisorisch. Ich muss noch grausamere bildnerische Mittel suchen...

7.1.07 22:31


Who knows where the time goes?

Unglaublich, aber das Wochenende ist schon wieder vorbei.
Natürlich hab ich es wieder in Trier verbracht, was eine gute Entscheidung war!
Unter anderem waren Thomas und ich zusammen im Kinofilm "Prestige", der mir richtig gut gefallen hat! Die wundervolle Scarlett Johansson hat ja auch mitgespielt! :> Zu dem Film gibt es auch ein Buch, auf dem das ganze basiert, ich gedenke es irgendwann zu lesen, falls ich endlich mit den Französischbüchern fertig werde... aber gut, mittlerweile bin ich beim letzten angelangt, es liegen nur noch ca. 200 Seiten vor mir... -.-
Hachjaa, und heute Nachmittag war ich ganz begeistert von der wunderbaren Sonne, die ein wunderschönes Licht auf die Landschaft geworfen hat, so begeistert, dass ich mich tatsächlich zu einem Spaziergang auf irgendeinem Trierer Berg hinreißen ließ, wo ein verrückter mann sich von seinem Lenkdrachen hat über die Wiese schleifen lassen... Naja, was die Midlife Crisis so alles mit Leuten macht, schlimm ^^

Jetzt muss ich noch zwei Englischaufsätze schreiben, 1. über die Rolle der hexen in Macbeth, 2. über dessen Entwicklung zum Tyrann. Klitzekleines Problem: Ich hab das Buch im Schließfach in der Schule...
14.1.07 21:20


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung