Unser Hofft kommt oft. Laura-chans Bilderblog




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4.12.06 19:23


KdH - Kapitel 8

Als Eleonore ihre Augen aufschlug, ihre elfenbeinfarbenen Lider ihre klaren Bergseen, umrahmt von Wimpern, so dicht wie sanft im Wind wogende Gräser und so schwarz wie Lady Desdemonas Seele, freigaben, wusste das elfengleiche Geschöpf nicht sogleich, wie ihm geschehen war.
Sie versuchte, sich aufzurichten, doch alsbald zwang der Schwindel sie zurück in die Kissen. Auch die Sonnenstrahlen, die zwar durch die zugezogenen Samtvorhänge gefiltert wurden, Eleonore aber nichtsdestotrotz wie spitze Lichtblitze vorkamen, trugen zum Schmerz bei. Erst nach einigen Minuten wagte das Fräulein wieder, die Augen langsam und vorsichtig zu öffnen. Verwirrt blickte sie sich um und fand sich in ihrem Salon wieder. Bruchstückhaft kamen Fragmente der Erinnerung zurück, vereinzelt, wie Regentropfen, die langsam, aber stetig eine Pfütze auf verdörrtem Boden bildeten.
Sie erinnerte sich an ihre Verzweiflung, die über sie gespült war angesichts der bevorstehenden Hochzeit… an ihren Entschluss, den sie gefasst hatte, irgendwo, auf den rauen Klippen Cornwalls… und sie erinnerte sich an ihn… ihren strahlenden Retter, jenen unbeschreiblichen Mann, der Gefühle, von denen sie bisher nicht einmal gewusst hatte, dass sie existierten, in ihr erweckt hatte…. Und plötzlich entsann sie sich auch wieder des Versprechens, das sie ihm gegeben hatte: sie wollte ihn heute Abend wieder an den Klippen treffen, um mit ihm in ein neues Leben zu entfliehen. Augenblicklich wurde ihr Herz schwer, es schien in ihrem Brustkorb zu sinken wie ein Stein, den die unendlichen Tiefen des Meeres verschluckten. Sie hob schwach ihre feingliedrige puderfarbene Hand an ihre ungewöhnlich blassen Lippen und schloss die Augen wieder, um die aufwallenden Tränen zu unterdrücken. Doch sie zweifelte nicht. Ihre Liebe war über alle Zweifel erhaben! – Liebe! Der Gedanke gab ihr neue Kraft, und gerade, als sie sich gestärkt erheben wollte, klopfte es an der Tür.
Schnell zog Eleonore ihren seidenen Morgenmantel über und rief "Herein!". Schon traten zwei Bedienstete des Hauses ein, gefolgt von ihrem Vater. Ein weiteres Mal von Schulgefühlen eingeholt, senkte Eleonore ihr Haupt.

"Mein Kind", sprach Sir Henry, "Es freut mich, dich so erfrischt und ausgeruht zu sehen. Du weißt, dass bald der Tag der Hochzeit gekommen ist und du deshalb heute nach St. Agnes aufbrechen musst! Beeil dich, mein Täubchen, die Kutsche ist bereits eingetroffen!"

Er bedachte sie mit einem liebevollen Blick und verließ dann den Raum, zwei Dienstmädchen hinterlassend, die Eleonore beim Einkleiden helfen sollten. In Gedanken versunken ließ sie es mit sich geschehen.



Zwei Stunden später näherte sich die edle Kutsche mit den rassigen Schimmeln holprig dem Gut Duke Nigels. Eleonore blickte mit großen Augen aus dem Fenster, während in ihrem Herzen ein Sturm der Gefühle tobte. Angst – Bewunderung – Nervosität – Liebe – Abscheu – Hoffnung – alles drehte sich, wirbelte durcheinander und zwang sie schließlich, ihre Augen zu schließen und die aufkeimenden Tränen zu unterdrücken, kurz bevor die Kutsche ruckend zum Halt kam.

Wie von Zauberhand wurde die Tür der Kutsche geöffnet, und die Sonnenstrahlen tanzten auf Eleonores Sonntagskleid. Doch in ihrem Herzen war kein Sonntag. Es zog sich schmerzhaft zusammen, als ihr eine Hand entgegen gestreckt wurde, auf dessen Handschuh das Emblem von Gut Honeywell prangte. Nichtsdestotrotz straffte sie die Schultern und ließ ihre behandschuhte Hand federleicht in die wartende sinken. Sie musste diese Scharade aufrechterhalten, wenn sie Edward wieder sehen wollte. Deshalb zwang sie ein sonniges Lächeln auf ihr Gesicht, obwohl es in ihrem Herzen regnete und jener Silberstreifen am Horizont namens Edward es verhinderte, dass aus jedem Regen Hagel wurde.

"Mylady…", grüßte ihr zukünftiger Ehemann sie, während er ihr einen Kuss auf die Hand hauchte und ihr aus der Kutsche half. "Es erfreut mein Gemüt, Euch endlich hier Willkommen heißen zu dürfen – auf meinem Gut, das von nun an auch das Eurige sein mag, denn bald wird Euch, neben meinem Herzen, das Ihr schon vollkommen besitzt, auch alles gehören, was mein Herz erfreut hat. Ich will Euch nichts vorenthalten."

Eleonore schwindelte, doch sie unterdrückte das Gefühl und schenkte Duke Nigel ihr bezauberndstes Lächeln.

"Mein werter Herr, gerne möchte ich meine Anerkennung ausdrücken. Allein, mir fehlen die Worte. Mein Glück kennt keine Grenzen."

Tief versank sie im Knicks und neigte den Kopf. Erst als sie sich wieder aufrichtete, fielen ihr die vielen Menschen auf, die sich im Halbkreis auf der ausschweifenden, zum Portal führenden Treppe versammelt hatten. Sofort nahm sie Haltung an, was Duke Nigel mit einem wohlwollenden Lächeln quittierte.

"Auch über dies, meine Liebe, könnt Ihr bald verfügen." – Eleonore widerstrebte es, dass Duke Nigel von diesen ehrbaren Leuten wie von Gegenständen sprach, doch da sie nicht gedachte, sich dieser Unannehmlichkeit lange auszusetzen, schwieg sie. – "Gern möchte ich Euch bekannt machen. – Jeeves! James!"

Zwei uniformierte Männer eilten heran.

"Bringt Lady Eleonores Gepäck nach oben in ihr Gemach!", befahl er. Die Diener gehorchten. Duke Nigel indes griff Eleonores Arm und führte sie näher an die angespannte Gruppe Bediensteter heran. Einer nach dem anderen musste hervortreten, sich verbeugen oder knicksen und seine Freude über ihre Ankunft kundtun. Eleonore widmete sich jedem der Bediensteten mit größter Aufmerksamkeit, als könne sie so die Kaltherzigkeit Duke Nigels gegenüber seinen Bediensteten wettmachen.

Als sie sich dem Ende des Halbkreises näherten, stutzte der Duke. Wut glomm in seinen Augen auf; ein Beweis, dass sein als reibungslos geplanter Ablauf gestört worden war. Zischend wandte er sich an James, der sich nach getaner Arbeit mit Jeeves in den Kreis eingereiht hatte, und fragte gefährlich leise:

"Wo treibt sich wieder dieser Widerborst herum?"

James stockte kurz, ohne der Verwirrung auf seinem Gesicht Raum zu geben, nickte dann kaum merklich und antwortete: "Marshall befindet sich in den Stallungen, Herr."

Die Glut der Wut hatte sich zu einem prasselnden Feuer gewandelt, doch Duke Nigel wollte sich vor Eleonore keine Blöße geben. So führte er sie bestimmt, ohne seine Diener noch eines Blickes zu würdigen, quer über den Hof, auf die gigantischen Stallungen zu.

Keiner sprach ein Wort, als Duke Nigel das große Holztor ein Stück weit aufschob und Eleonore aus der gleißenden Sonne in den Schatten des Stalles treten ließ. Er folgte ihr. Zögerlich folgte Eleonore ihr unbekannten Geräuschen, durch die gepflegten, breiten Gassen, bis sie um eine Ecke bog und einen atemberaubend schönen Schimmel im Gang stehen sah. Sie wandte sich kurz zu Duke Nigel und lächelte etwas entspannter.

"Es steht ein Pferd auf dem Flur!", freute sie sich und wandte sich mit strahlender Mine zurück zu dem Schimmel. Plötzlich zogen sich ihre edel geschwungenen Brauen zusammen, kritisch taxierte sie das Pferd. Es kam ihr seltsam bekannt vor… doch bevor ihr verwirrter Geist eine Schlussfolgerung zuließ, wandte der Stallbursche sich zu ihnen um und – Eleonore erstarrte. Es war Edward!


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von Caro.
11.12.06 16:46


Adieu, Wochenende.

Hachja, schon ist wieder ein Wochenende um.
Habe meine Zeit wieder sehr schön investiert: Am Freitag zuerst Malen mit Sabrina (Resultat sehr schön! ), dann eine Zugfahrt nach Trier. Am Freitagabend waren Thomas und ich in der Tufa (so was ähnliches wie de Kufa *g*), wo wir erst eine Zweimannband gesehen haben und dann dort ein wenig an der Disko partizipierten... war ganz nett, nur waren so wenig Leute da, ich kam mir ganz komisch vor. Die Musik war übrigens ziemlich orientalisch angehaucht, aber ich glaube, ich konnte mich noch beherrschen, eine Bauchtanzshow abzuziehen. Das hat eine ca. 50-jährige Frau erledigt, die ihren Schal als Schleier benutzt hat und ihn hat flattern lassen!
Am nächsten Tag: Erstmal ausschlafen bis 12 (oder später), dann essen, gammeln und ein bisschen lernen. Unterstützt durch Bio-Glühwein! *g* Am Abend waren wir bei Trierer Poetry Slam, was auch sehr lustig war. Es waren 10 Slammer da, von denen 8 lustige, einer erotische, und einer grottenschlechte "Gedichte" (Anführungszeichen, weil einige Beiträge in meinen Augen nichts mit Poetry zu tun hatten) vortrugen. Alle kandidaten hatten einen Mordsspaß, waren gut angetrunken und haben sich auch prächtig verstanden. War sehr schön. Und weil es der dritte Geburtstag des PS in Trier war, gab es Schokoladenkuchen und Freigetränke.
Heute Vormittag musste ich allerdings schon früh zurück, und zwar um Zwülf Uhr zwülf von Gleis zwülf Nord *g* nee, nee, die Trierer.. Jedenfalls hatte ich noch einen Auftritt mit dem Musikverein bei einem Seniorennachmittag. Da gabs auch wieder kostenlos zu essen und zu trinken...

Mein gesteigerter Alkoholkonsum gibt mir zu denken... ^^
So, jetzt muss ich noch ein wenig malen.
17.12.06 19:18


KdH bei Caro! ^^

Gnihihihihi....
gestern, nachdem der letzte Schultag 2006 hinter mich gebracht war, bin ich mit Rebecca zu Caro gefahren, wo wir das zehnte Kapitel von Klippen der Herzen geschrieben haben... naja, wir sind fast fertig geworden.

Das wird aber aus 2 Gründen hier nicht veröffentlicht: 1. Rebecca muss erst das 9. Kapitel fertig schreiben, 2. es wird ziemlich anzüglich! ^^

Hachnee, was haben wir gelacht... Das war wirklich, wirklich mal lustig!
Wer das Kapitel trotzdem lesen will, bitte schnell ne Mail an mich! ^^ Das gibts aber auch erst, wenn das 9. fertig ist!
22.12.06 10:39


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