Unser Hofft kommt oft. Laura-chans Bilderblog




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Kapitel 1

(Für alle, die sich jetzt ein wenig wundern mögen... Caro, Rebecca und ich haben uns dazu entschlossen, einen Kitschroman zu schreiben. Arbeitstitel: Klippen der Herzen. Ich habe das erste Kapitel verfasst.)

Sachte zog Eleonore ihre mit Brokat besetzten Schuhe aus und ließ ihre schneeweißen Füße genüsslich über das sanfte Gras ihrer Heimat Cornwall gleiten. Wie sie dieses Gefühl liebte! Schon seit sie denken konnte, hatte sie diesen kleinen Ritus für sich bewahrt. Mit nackten Füßen durch feuchtes Gras zu wandeln - das war es, was ihr an Tagen wie diesen half, ihre Gedanken zu ordnen. Eleonore atmete tief die würzige Luft ein. Von weitem hörte sie das wilde Wasser des Meeres rauschen.
„Wie gern wäre ich dort draußen, dort, wo die Wellen toben“, dachte sie betrübt und warf einen sehnsuchtsvollen Blick in die Ferne, von der sie nur träumen konnte.
Sie setzte sich achtsam, um ihr wundervoll fließendes Kleid nicht zu ruinieren, auf einen blanken Stein unter einer alten Linde. Hier würde sie einige Zeit sitzen, um über die schier unglaublichen Ereignisse des letzten Abends nachzudenken. „War es wirklich Vater, dieser Mann, zu dem ich zwei Jahrzehnte lang aufgeblickt und geliebt habe, war er es wirklich, der mir solch grausame Dinge sagte? Ich kann es kaum glauben...“ Eleonore seufzte tief und blickte wieder in die Richtung, aus der sie die Wellen hörte.
Am vorangehenden Abend, als Eleonore gerade auf ihrem Balkon saß und auf der Harfe spielte, war ihr Vater zu ihr herangetreten und hatte mit folgenden Worten ihr Schicksal besiegelt: „Eleonore, meine Tochter! Du bist so eine wunderschöne junge Frau geworden. Mein Herz möchte vor Stolz zerspringen! Doch wäre es eine Schande, wenn ich der einzige Mann auf der Welt wäre, der dich und deine Schönheit in sein Herz schließen würde. Nach gründlicher Überlegung habe ich mich schließlich überwunden, mich ein wenig... umzuschauen.“ Er trat näher und senkte seinen Kopf. „Du weißt, mein Täubchen, ich würde dich nie im Leben dem erstbesten dahergelaufenen Manne geben. Aber glücklicherweise hat Duke Nigel der Sechste, der ein gewaltiges Anwesen, einen Tagesritt nördlich von hier, besitzt, ein gesteigertes Interesse an dir bekundet.“ Eleonore konnte kaum atmen, sie wagte es nicht, die Stimme zu erheben. Was sie da hörte, kam ihr vor wie ein Traum, ihre Finger zupften wie mechanisch die Saiten der Harfe. Ihr Vater fuhr fort: „Natürlich fordert er eine enorme Mitgift, aber die bin ich gerne bereit zu zahlen, wenn ich meine liebe Tochter in den Händen eines vernünftigen und wohlhabenden Mannes weiß. Ich bitte dich, mich zu verstehen, meine Schöne. Nach dem Tode deiner Mutter konnte ich mich lange nicht mit dem Gedanken abfinden, hier ganz alleine zu wohnen, aber ich habe nun verstanden, dass ein Vater seine Tochter loslassen muss, damit sie glücklich wird. Sie muss ihrer eigenen Wege gehen.“ Endlich fasste sich Eleonore ein Herz und entgegnete: „Aber mein Vater! Es ist gerade diese Entscheidung, die mich einsperrt und die mich unglücklich macht! Wenn Ihr einfach über meine Hochzeit und damit über mein Leben bestimmt, nehmt ihr mir meine gesamte Freiheit!“ Tränen begannen ihr über die wohlgeformten Wangen zu rollen. Ihr Vater runzelte die Stirn. „Mein Kind, du verstehst nicht! Nur wenn du einen reichen Mann geheiratet hast und in gesicherten Verhältnissen lebst, hast du die Freiheit, so zu leben, wie du es dir wünschst!“ „Aber wenn ich ihn nunmal nicht liebe?“ „Woher willst du das wissen, meine Elinor, du hast ihn ja noch nie getroffen! Er ist ein ehrbarer Mann, der alle redlichen Tugenden in sich vereinigt.“ „Oh, ich kenne jenen Schlag von Menschen!“, schluchzte Eleonore, „Sie sind all die Zeit nur damit beschäftigt, Gottes heilige Gebote einzuhalten und sind so damit beschäftigt, nichts falsch zu machen, dass sie vor lauter Frömmigkeit vergessen, zu leben!“ „Eleonore, sträube dich nicht wie eine launische Katze!“, polterte ihr Vater, „Stelle dich nicht gegen die heiligen Zehn Gebote, in denen es auch heißt, dass man Vater und Mutter zu ehren hat. Du wirst meine Entscheidung respektieren! Es ist beschlossen! Du wirst Duke Nigel im kommenden Monat heiraten. Sei vernünftig!“ Und mit einer brüsken Bewegung hatte er sich umgedreht und war in sein Arbeitszimmer gestürmt.
Eleonore atmete erneut tief durch, als sie plötzlich das Gurren einer weißen Taube vernahm, die sich neben ihr niedergelassen hatte. Mit Tränen in den Augen wollte Eleonore sie ergreifen, doch gerade, als ihre schlanken Finger die edlen Federn des Vogels berühren wollten, schwang dieser sich auf und flatterte in den endlosen Himmel hinein, der von der untergehenden Sonne purpurrot gefärbt war. „Wie gerne würde ich dir folgen!“, dachte die sehnsuchtsvolle Frau, die auf ihrem Stein saß und sich vorkam, als würde sie durch eine unerträgliche Last auf den Schultern auf den Boden gedrückt. „Wie gerne hätte ich auch ein paar Flügel, um mich einfach davonzuschwingen, fort von diesem Anwesen, fort von Vater und fort von Duke Nigel!!“

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Soweit bis hierhin ^^ Herzlichen Glückwunsch, falls ihr bis hierhin durchgehalten habt! Caro ist als nächste dran.
1.10.06 20:24


Klick!

Die wunderbarste Galerie fieser Frisuren, die es je gab.. ganz besonders schön sind die Promifotos.. aaaaaah ^^
3.10.06 10:08


Feeeerieeen

Ah, wie schön.
Ferien, und wie es aussieht, hab ich genug zeit, um
• zu stricken
• Thomas heimzusuchen
• ein Französischreferat zu machen
• ein Deutschreferat zu machen
• mindestens ein französisches Buch zu lesen
• zu MALEN
• Gitarre zu spielen
• Klarinette zu spielen
• mit Sabrina ein paar Pope.l-Artikel zu schreiben
• und bestimmt noch mehr zu machen, was mir jetzt aber alles nicht einfällt.

Heute Abend geht es schon wieder in "Das Parfum", ich hab das zwar schon in Trier gesehen, aber der Film hat mir ziemlich gut gefallen, deswegen kann ich mir ihn gerne nochmal zu Gemüte ziehen.
6.10.06 13:43


Klippen der Herzen - Fortsetzung

Als die purpurrote Farbe des Himmels sich zu einem tiefen Violett wandelte, erhob Eleonore sich schweren Herzen, warf einen letzten Blick auf die wilden, und doch so geliebten Hügel und machte sich seufzend auf den Heimweg. Der kleine, sandige Weg schlängelte sich durch hohe Wiesen, die nun, im Mai, mit bunten, lieblich duftenden Blumen übersät war. In Gedanken versunken schenkte Eleonore der Pracht jedoch keine Beachtung, bis sie plötzlich vom Rauschen des Meeres aufgeschreckt wurde. Erstaunt blickte sie sich um und bemerkte, dass sie weit vom Weg abgekommen war. Sie wollte sich gerade wieder abwenden, als ihr Blick auf die rauen Klippen, die ins Meer ragten, fiel. Hin und her gerissen zwischen dem Wunsch, sich in ihrem heimischen Zimmer von den Klängen ihrer Harfe trösten zu lassen, und dem Verlangen, aus ihrer aussichtslosen Situation zu entrinnen, trat sie zögerlich näher. Eleonore ließ ihren Blick über die tiefdunkle See gleiten, auf der sich das helle Licht des Vollmondes spiegelte, und ließ sich vom Rauschen des Meeres einhüllen. Plötzlich brach ihre gesammelte Verzweiflung über ihr zusammen und zwang sie in die Knie.

„Was ist das nur für eine Welt?!“, schrie sie unter Tränen.

Ihr Blick irrte wild über die raue See – und sie fasste einen wahnwitzigen Entschluss. Schluchzend legte sie ihre Schuhe, die sie immer noch in der Hand gehalten hatte, auf den Boden, raffte den Saum ihres Kleides hoch und trat näher an den Abgrund. Ihr langes, rotes Haar wehte im Sturm.
Nein, sie sah keinen Ausweg! Was war ein Leben schon wert, das man eingesperrt verbringen musste? Nichts war es wert!
Zitternd machte sie einem weiteren Schritt und blickte nach unten. Doch sobald sie die weiße Gischt gegen den schwarzen Felsen prallen sah, schloss sie die Augen.
Ein letzter Atemzug. Ein letztes Gebet.

„Es tut mir so leid“, schluchzte sie und bereitete sich darauf vor, sich von ihrem Elend zu erlösen.



Lord Edward trabte auf seinem edlen Schimmel durch die vom Mond beschienene Zauberlandschaft Cornwalls, als sich unter das Rauschen des nahen Meeres und das Säuseln des Windes noch ein anderer Laut mischte. Alarmiert hielt er sein Pferd an und lauschte angestrengt.

„Horch, Hippocrates “, sagte er zu seinem Pferd, „Bedarf dort eine Maid unserer Hilfe?“

Er zog sanft und doch bestimmt die Zügel an, was den schneeweißen Hengst zum Wenden veranlasste, sodass sie bald elegant über den sandigen breiten Weg in Richtung der klagenden Laute galoppierten.
Plötzlich tauchte in Lord Edwards Sichtfeld eine Gestalt aus dem Schatten auf. Sofort zog er ein weiteres Mal an den Zügeln, um beobachten zu können.
Die Person, bei der es sich scheinbar um eine Dame handelte, da ihr langes, rotes Haar im sanften Mondschein glänzte, stand mit dem Rücken zu ihm, ihre schmale Gestalt war vor Gram gebeugt.
Lord Edward war hin- und hergerissen. Es ging gegen seine Natur, einer Dame in Not nicht zu helfen. Aber die Moral und seine Erziehung verboten es ihm, sich der Fremden zu nähern. Jedoch was tat sie so spät am Abend allein auf dieser schroffen Klippe? Sie stand zu nah am Abgrund!
Jedoch bevor Lord Edwards Überlegungen zu einer Entscheidung reifen konnten, sah er, wie das Mädchen einen Schritt auf den Abgrund zu machte, und bevor er wusste, was er tat, war er behände vom Schimmel gesprungen und rief:

„Haltet ein!“

Erschrocken fuhr Eleonore herum. Ihr Herz klopfte wie wild – nicht nur, weil sie in ihrem Vorhaben unterbrochen wurde, sondern auch, weil dieser Fremde sie ansprach. Sie konnte nicht antworten und senkte beschämt den Kopf. Auch der Herr sprach nicht mehr. Er musste doch wissen, dass es sich nicht schickte, nachts unbegleitete Mädchen anzusprechen!

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Von Caro
9.10.06 19:19


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